April 2026 – Gesundheitliche Sorgen und ein dringender Hilferuf aus Gaza

Auch im April 2026 stand ich mit Hatem und seiner Familie in Gaza in Kontakt. Der Monat war geprägt von gesundheitlichen Problemen, schwierigen Lebensbedingungen und der Sorge um seine Mutter. Gleichzeitig konnten wir durch Spenden und persönliche Unterstützung erneut konkrete Hilfe ermöglichen.

5.–8. April: Eine Insektenplage in der Unterkunft

Anfang April berichtete mir Hatem von zahlreichen Insekten in seiner Zeltunterkunft. Er erzählte von starkem Juckreiz und Stichen, die ihm teilweise den Schlaf raubten. Am 5. und 8. April schickte er Fotos seiner Hautbeschwerden.

Er versuchte, über eine Apotheke in Deir al-Balah eine geeignete Behandlung zu organisieren. Die Kosten einschließlich Lieferung bezifferte er auf ungefähr 50 Euro. Die schwierigen hygienischen Bedingungen in der Unterkunft blieben eine zusätzliche Belastung.

Hatem zeigt Hautveränderungen am Nacken im April 2026
Hautbeschwerden im April 2026 – Foto mit Freigabe veröffentlicht.

10. April: Gemeinsam Unterstützung ermöglichen

Am 10. April konnte ich erneut finanzielle Unterstützung an Hatem weiterleiten. Das Geld stammte aus verschiedenen Quellen: Einnahmen über TikTok, eigenen Mitteln und zusätzlicher Unterstützung durch eine weitere Person. Hatem bedankte sich für die Hilfe.

13. April: 250 Euro Spende von Tobsy

Am 13. April erhielt ich eine großzügige Spende in Höhe von 250 Euro von Tobsy, der auf TikTok unter @tobsykrett zu finden ist. Die Unterstützung konnte ich an Hatem weiterleiten. Vielen Dank für diese Hilfe! Die Spendenhöhe ist nicht automatisch mit dem nach eventuellen Gebühren und Umrechnung tatsächlich angekommenen Betrag gleichzusetzen.

Am selben Tag schickte mir Hatem Fotos der Behandlung, die er inzwischen erhalten hatte. Er berichtete, dass seine Hautbeschwerden langsam zurückgingen.

Behandlungsmittel für Hatems Hautbeschwerden, April 2026
Von Hatem fotografierte Behandlungsmittel, 13. April 2026.

16. April: Die schwierigen Lebensbedingungen bleiben

Trotz der Behandlung berichtete Hatem wenige Tage später, dass die Probleme in seiner Unterkunft weiterhin bestanden. Insekten und andere Tiere breiteten sich nach seinen Angaben aus. Die hohen Temperaturen erschwerten den Alltag zusätzlich. Die Behandlung konnte seine Beschwerden lindern, doch die grundlegenden Probleme der Unterkunft blieben bestehen.

22. April: Weitere Unterstützung

Am 22. April konnte ich erneut Unterstützung an Hatem weiterleiten. Die dokumentierte Zahlung betrug 69,69 US-Dollar. In unseren Gesprächen beschäftigten wir uns auch damit, wie sich Geld möglichst unkompliziert und mit geringen Gebühren nach Gaza überweisen lässt.

29. April: Hatems Mutter benötigt dringend eine Operation

Am 29. April erhielt ich eine besonders besorgniserregende Nachricht: Hatem berichtete, dass bei seiner Mutter ein Tumor festgestellt worden sei und sie dringend operiert werden müsse. Die Kosten für Operation und Untersuchungen bezifferte er auf ungefähr 500 Euro.

Hatem machte sich große Sorgen. Medizinische Unterlagen, die er mir schickte, veröffentliche ich aus Datenschutzgründen nicht. Noch am selben Abend begann ich, Unterstützung zu organisieren. Innerhalb kurzer Zeit kamen laut unserem Chatverlauf bereits 250 Euro an Spenden zusammen. Zusätzlich richtete ich einen PayPal-Spendenpool ein. Ob die 250 Euro noch im April oder erst im Mai weitergeleitet wurden, kann ich rückblickend nicht sicher zuordnen. Deshalb dokumentiere ich sie zunächst nur als gesammelte Unterstützung.

Hatems Mutter wurde später operiert. Über den weiteren Verlauf berichten wir im nächsten Monatsrückblick.

Spendenübersicht April 2026

  • 10.04.: Unterstützung aus mehreren Quellen; Betrag noch zu prüfen.
  • 13.04.: 250 Euro von Tobsy gespendet; Unterstützung an Hatem weitergeleitet.
  • 22.04.: 69,69 US-Dollar an Hatem weitergeleitet.
  • 29.04.: 250 Euro für die Operation von Hatems Mutter gesammelt; Weiterleitungsdatum nicht gesichert.

Die Zahlungsbelege und medizinischen Unterlagen werden wegen personenbezogener Angaben nicht veröffentlicht.

Warum ich diese Geschichten teile

Die Nachrichten von Hatem zeigen, wie viele Herausforderungen seine Familie gleichzeitig bewältigen muss: gesundheitliche Beschwerden, schwierige hygienische Bedingungen, finanzielle Sorgen und die Angst um seine Mutter. Mit Nicole & Co. möchte ich weiterhin konkrete Hilfe ermöglichen und transparent darüber berichten.

Solidarität bedeutet für mich, nicht wegzusehen, sondern gemeinsam zu handeln.

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